Aufräumen – Räum das auf, auf das ich zeige bzw. ansage

Mein AngsthundSeit Tagen ist das Wetter hier oben im Norden richtig gruselig. Sturm, Regen und Hagel geben sich die Hand. Der Boden ist aufgeweicht. Überall ist es matschig. Da bringt die Gassirunde mit Emma nicht wirklich Spaß.

Und bei dem Sturm in den letzten Tagen konnten wir sowieso so gut wie gar nicht rausgehen. Es war durch die herabstürzenden Äste viel zu gefährlich.

Letzten Samstag haben wir richtiges Glück gehabt. 15 Minuten, bevor der inzwischen zersägte Ast abgebrochen ist, sind wir dort noch vorbei gegangen.

An solchen Tagen beschäftige ich Emma in der Wohnung mit kleinen Spielchen, die ich im Laufe des Tages für je ca. 10 Minuten einfließen lasse.

Daher möchte ich dir heute von dem Signal „Aufräumen“ erzählen. Wie ich finde eine wunderbare Aufgabe für jede Fellnase. Dieses Kommando ist eine Variante des Apportierens.

Aufräumen: Räum das auf, auf das ich zeige bzw. ansage

Vielleicht spielst du ab und an mit deinem Hund das „Bring – Spiel“ (apportieren). Wäre es nicht schön, wenn dein Vierbeiner am Ende des Spiels sein Spielzeug in einen dafür vorgesehenen Korb legen würde?

Kein Problem, bring es deiner Fellnase bei.

In diesem Fall soll der Hund den Gegenstand nicht in die Hand sondern in einen Korb, Kiste oder Schublade ablegen.

Die Größe des Korbes oder der Kiste sollte der Größe des Hundes angepasst sein und eine Öffnung haben, die dem Hund ein einfaches Einwerfen ermöglicht.

Beginne das Training zunächst damit, den Hund mit dem Korb vertraut zu machen. Er soll sich den Korb ansehen und beschnüffeln.

Als Erstes legst du ein Stofftier in den Korb und lässt deine Fellnase das Spielzeug aus dem Korb heraus apportieren, soweit dies möglich ist. Sollte der Korb zu tief sein, lege einfach etwas unter das Spielzeug, um dem Hund zu helfen.

Sobald das klappt und der Hund mit dem Korb vertraut ist, setze dich auf eine Couch oder einen Stuhl und stell den Korb zwischen deine Beine.

Das zu apportierende Spielzeug liegt irgendwo auf dem Boden. Nun lass deinen Vierbeiner das Spielzeug apportieren. Zunächst halte dafür die geöffnete Hand über den Korb und ziehe die Hand in dem Moment weg, indem dein Hund den Gegenstand fallen lässt, gleichzeitig gibst du das Signal „Aufräumen“. Natürlich wird bei Erfolg sofort gelobt.

Sobald das einige Male gut geklappt hat, lässt du die Hilfe mit der geöffneten Hand weg. Klappt es auch ohne Hand, kannst du damit beginnen, nicht mehr hinter dem Korb zu sitzen.

Du wirst sehen, wenn dein Hund schon apportieren kann, wird er das Prinzip des Aufräumens schnell verstehen.

Mein Angsthund AufräumenIch liebe „Aufräumen“! Bei uns liegt kein Spielzeug mehr herum. Nach dem Spielen wird aufgeräumt.

Wichtig ist nur, dass du darauf achtest, dass dein Hund nicht selbständig sein Spielzeug aus dem Korb holt. Es wird nur gespielt, getobt und trainiert, wenn du es vorher ankündigst.

Emma hat nur ein Lieblingsspielzeug auf ihrem Platz. Damit kann sie sich tagsüber beschäftigen. Dieses wird nie in den Spielzeugkorb gelegt.

Hunde lieben es, in den Alltag mit einbezogen zu werden und eine Aufgabe zu erhalten. Mit dem beschriebenen Signal hilft Emma mir immer wieder im Alltag. Ab und an lass ich Emma die Socken aus der Waschmaschine holen. Dafür verwende ich das Signal „Bring“ (den Socken). Besonders nett ist es, wenn ich die Socken auf dem Balkon zum Trocknen aufhänge. Ich schicke Emma ins Badezimmer, um die Socken aus der Waschmaschine zu holen. Ich brauche sie nur noch aufzuhängen. Das gleiche funktioniert auch, wenn die Socken trocken sind. Nachdem ich die Socken zusammengerollt habe, lass ich Emma die Socken einzeln holen (Bring den Socken) und mit dem Signal „Aufräumen“, in einer Schublade ablegen. Weitere Kleidungsstücke lasse ich Emma selbstverständlich nicht aufräumen.

Hat dir diese Idee gefallen und du hast Lust auf mehr? In meinem ebook „Emmas Hundelexikon der Grundsignale“ findest du weitere Anregungen.

Viele Grüße

Sabine

In diesem Beitrag enthaltene Links:

Emmas Hundelexikon der Grundsignale